Global Café als Dialogverfahren für die Transformation unserer Welt

Wir brauchen einem neuen Dialog über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten. Wir können gemeinsam viel voneinander lernen, immer lebensfreundlichere, freiere und gerechtere Verhältnisse herzustellen.

Dialog ist kein Zaubermittel, aber der erste und wichtigste Schritt zur Lösung. Das Global Café ist ein äußerst wirkungsvolles Dialogverfahren, um eine Gruppe von Menschen in ein sinnvolles, kooperatives Gespräch miteinander zu bringen. Ziel der in Kaffeehausatmosphäre arrangierten Gespräche ist es, das kollektive Wissen und die kollektive Intelligenz der Gruppe ans Licht zu bringen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Unter http://weitzenegger.de/dox/cafe.pdf steht eine kurze Anleitung zur Methode bereit.

Zur Steigerung der Kommunikationsqualität kann es sinnvoll sein, eine Etikette auf den Tischen zu platzieren. Diese können die Teilnehmenden bereits beim Ankommen lesen und sich somit auf das Format einstimmen.

Kommunikations-Etikette

Fokus auf das legen, was wichtig ist.
Hinhören, um wirklich zu verstehen.
Eigene Ansichten und Sichtweisen beitragen.
Sprechen und Hören mit Herz und Verstand.
Ideen verlinken und verbinden.
Aufmerksamkeit auf die Entdeckung neuer Erkenntnisse und tiefer gehende Fragen
Ideen sichtbar machen
Spielen, kritzeln, malen – auf die Tischdecke schreiben ist erwünscht
Spaß dabei haben

Mehr dazu: welthandeln.de

Für eine kritisch-emanzipatorische Politische Bildung

Frankfurter Erklärung
Für eine kritisch-emanzipatorische Politische Bildung

Hochschullehrer(innen) verschiedener Universitäten und andere in der Bildungsarbeit Tätige haben im Juni 2015 die „Frankfurter Erklärung: Für eine kritisch-emanzipatorische Politische Bildung“ veröffentlicht, in der sie wichtige Positionen einer kritisch-emanzipatorischen Bildung deutlich machen und damit zur Diskussion stellen wollen.

>> Zum Text der „Frankfurter Erklärung

Wenn Sie die „Frankfurter Erklärung“ unterstützen und mitzeichnen wollen, folgen Sie bitte diesem Link:
http://www.sozarb.h-da.de/politische-jugendbildung/frankfurter-erklaerung/

epolrv 2017
Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit

Evaluation dient dem Zweck des kollektiven Lernens. Die Beteiligten wollen wissen, zu welchen Wirkungen ihre Maßnahmen und Strategien führen. Nur wenn evident ist, was funktioniert und was scheitert, stehen Lehren und Erfolgsbeispiele für die weitere Zusammenarbeit zur Verfügung.

In der internationalen Zusammenarbeit ist es schwierig, aber lohnend, mit allen Beteiligten zu verstehen, was eigentlich gemeinsam bewirkt wird und welche verschiedenen Sichtweisen darauf es gibt.

Selten kann eine isolierte Erfahrung in anderen Zusammenhängen erfolgreich wiederholt werden. Die informierte Diskussion der Erfahrung und das transparente Monitoring einzelner Schritte sind bedeutende Prozesse, um aus Evaluation zu lernen.

Karsten Weitzenegger Consulting unterstützt dieses Lernen durch Austausch und Vernetzung. Bisher stehen die folgenden Ressourcen dafür kostenfrei bereit.

Evaluation Resources Library http://eval.weitzenegger.de

Diese auf Google basierende Suchmaschine filtert Ergebnisse nach Suchbegriffen l aus den auf Evaluation spezialisierten Bibliotheken, Datenbanken und Online-Foren. So können sowohl Methoden als auch Berichte gezielt gefunden werden. Auf der Seite werden Links zu Datenbanken mit Evaluierungsberichten gesammelt. Bei deutschsprachigen Suchen hilft eher die Forschungsmaschine.de für Internationale Zusammenarbeit, Entwicklungspolitik und Entwicklungsländer. Der Statistics Spider http://statistics.weitzenegger.de ist das passende Helferlein.

Webzine: Evaluation Today

Dieses virtuelle Magazin wird täglich von Partnern weltweit beliefert, die im Internationalen Jahr der Evaluation 2015 mitwirken. Es enthält auch Bilder und Videos.

Twitter @deveval https://twitter.com/deveval

Karstens Kanal, um Evaluierungswissen in den sozialen Medien zu vernetzen.

Evaluation Café http://www.weitzenegger.de/content/?page_id=1781

Diese von World Café beeinflusste Methode wird immer wieder erfolgreich angewendet, um Gruppen von Beteiligten schnell und einfach in die Evaluierung einzubeziehen. Inzwischen wird sie offenbar nicht nur von mir angewendet und ich muss mir überlegen, wie ich die möglichen Variationen dokumentiere.

MEbox https://groups.yahoo.com/neo/groups/MEbox/info

Dies ist eine Fundgrube von Newslettern und Mail mit Bezug zu Monitoring und Evaluierung, die uns seit 2011 erreichten, teilweise aber nicht veröffentlicht sind. Das Archiv kann durchsucht werden.

Monitoring & Evaluation & Learning https://deveval.wordpress.com

Karstens Blog, in dem es hauptsächlich um Evaluierungsmethoden und Trends in der Branche geht.

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8 Prinzipien für mehr Effektivität | von Zach Davis

Prinzip 1: Klarheit

Alice im Wunderland fragte die Katze, welche Richtung Sie an der Gabelung einschlagen solle. Auf die Frage, wohin sie denn wolle, wusste sie keine Antwort. Dann sei es gleichgültig, welchen Weg sie einschlage, erwiderte die Katze. Was hat dies mit der Businesswelt zu tun? Immer wieder besteht in der Hektik des Alltags die Gefahr, dass man sprichwörtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Häufig fehlt es an Klarheit im Bezug auf die eigenen Ziele. In einem Seminar erzählte mir ein Finanzberater, dass er natürlich immer schon gutes Geld verdienen wollte, aber bis zu einem Schlüsselerlebnis nie wirklich definiert hatte, was dies genau für ihn bedeutet. Eines Tages stand er an der Tankstelle, hatte vollgetankt, aber kein Bargeld dabei und musste somit per Karte zahlen. Dies scheiterte allerdings daran, dass alle Konten bis auf das Limit überzogen waren. An diesem äußerst unangenehmen Punkt angekommen, hat er sich geschworen, nie wieder Geldsorgen zu haben und die Entscheidung getroffen, ein ganz bestimmtes Mindesteinkommen zu erzielen. Es war ein entscheidender Wendepunkt. Wer sich jeden Monat für nur 15 Minuten hinsetzt, um seine Ziele klar zu formulieren, hat 99 % der Bevölkerung etwas voraus. Und wenn man eine Erinnerung hieran gut sichtbar platziert, hilft dies sehr um im Alltag zwischen den vielen Bäumen auch seine Ziele an der Lichtung zu sehen. Dies ist der vielleicht wichtigste Faktor für ein hocheffektives Selbstmanagement.

Prinzip 2: Gründe

„Mir fehlt es an Umsetzungsdisziplin“ heißt es in Seminaren und Gesprächen unter Freunden immer wieder. Meistens ist es aber nicht fehlende Disziplin oder gar Faulheit, sondern ein Mangel an guten Gründen, seine Ziele dauerhaft zu verfolgen. Wenn man Personen betrachtet, die über lange Zeit mit großem Durchhaltevermögen an etwas gearbeitet haben, dann fällt auf, dass diese allesamt starke Beweggründe für ihr Handeln hatten. Wenn Sie in Bezug auf ein Ziel immer wieder mit dem „inneren Schweinehund“ zu kämpfen haben, dann fragen Sie sich, ob Sie dieses wirklich erreichen wollen. Vielfach verbindet man hiermit auch Dinge, die als Opfer empfunden werden, bspw. längere Arbeitszeiten oder das Umstellen von Gewohnheiten. Wenn Sie zum Ergebnis kommen, dass sie das Ziel ernsthaft verfolgen möchten, dann fragen Sie sich nach Ihren wahren Beweggründen. Nach den eigenen Motiven zu Fragen ist einer der am häufigsten übersehenen elementaren Bausteine für die eigene Effektivität. Daher stammt übrigens auch das Wort „Motivation“. Fragen Sie sich, warum Sie etwas wirklich wollen. Dass Sie gute Arbeit machen wollen, um mehr Geld zu verdienen mag zwar zutreffen. Aber das Geld ist nur ein Mittel zum Zweck. Warum wollen Sie dies wirklich? Oft muss man mehrere Male nach dem Warum fragen, bis man in die Tiefe der wahren Beweggründe vorgedrungen ist. Dann allerdings weiß man, ob man das richtige Ziel und zugleich eines mit Anziehungskraft verfolgt oder nicht. Dies reduziert den ständigen inneren Kampf erheblich.

Prinzip 3: Glaube

Ohne den Glauben an die eigenen Fähigkeiten und die eigene Vision, wären viele Dinge nicht passiert. Gerade wenn es um ehrgeizige Vorhaben geht, äußern Geschäftspartner, Familienmitglieder und Freunde oft Bedenken. Sie können sicher die Augen öffnen und sind in den meisten Fällen auch gut gemeint. Die Gefahr besteht bloß darin, dass man sich verunsichern oder gar davon abhalten lässt, Dinge anzupacken, die man wirklich erreichen kann. Sylvester Stallone ist ein prominentes Beispiel für jemanden, der den Glauben auch bei kritischen Stimmen und Ablehnung nie verloren hat: Mit fertig geschriebenem Rocky-Skript wurde er als damals völlig unbekannter Schauspieler mehrere hundert Male von Agenturen abgelehnt. Er musste in verzweifelter Geldnot sogar den Schmuck seiner Frau und seinen Hund für 25 Dollar verkaufen. Irgendwann bekam er ein Angebot: über 125.000 Dollar für das Skript. Robert Redford war für die Hauptrolle vorgesehen. Stallone lehnte ab, weil er überzeugt war, dass er in die Hauptrolle gehört. Das Angebot wurde in Etappen auf bis auf 325.000 Dollar erhöht. Stallone lehnte ab. Als ihm angeboten wurde, nur 30.000 Dollar zu erhalten, aber in der Hauptrolle zu spielen, nahm er an. Die Hälfte davon musste er hinlegen, um seinen Hund zurückzukaufen. Heute ist jedoch klar, dass der Glaube an sich selbst für Stallone der Grundstein für seinen Erfolg war und ist.

Prinzip 4: Start

Martin Luther King sagte: „Man muss nicht das Ganze Treppenhaus sehen können. Es reicht, die erste Stufe in Angriff zu nehmen.“ Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Immer wieder erlebe ich in Seminaren und in Einzelcoachingeinheiten, dass Menschen mit den ersten Schritten zögern, weil sie meinen, dass noch Voraussetzungen fehlen. Meistens sind es Ausreden, v.a. aus Angst einen Misserfolg zu erzielen oder aus Bequemlichkeit. Wenn Sie sich vornehmen, ab sofort regelmäßig zu laufen, dann nehmen Sie sich vor, jeden Morgen die Schuhe anzuziehen und mindestens 100 Meter zu laufen. Sie werden mit dieser Zielsetzung in aller Regel weniger Schwierigkeiten haben, die ersten Schritte zu machen und i.d.R. nicht nach 100 m aufhören. Wenn Sie in ein neues Geschäftsfeld vordringen möchten oder eine neue Fähigkeit erwerben wollen, dann ist dies oft wichtig, aber nicht dringlich. Welche wirklich wichtige Aktivität haben Sie noch nicht begonnen? Welche Änderung ist vielleicht sogar längst überfällig? Es ist wie bei einem Zug: Der Start ist schwer, aber anschließend ist die Lokomotive kaum aufzuhalten.

Prinzip 5: Modellieren

Wenn jemand auf einem bestimmten Gebiet immer wieder überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt, dann hat dies Gründe. Egal auf welchem Gebiet Sie tätig sind: Es gibt Menschen, die dieses Vorhaben oder zumindest Teile davon schon erfolgreich umgesetzt haben. Sie müssen in aller Regel noch nicht einmal verstehen, warum es funktioniert. Auch den Lichtschalter, das Auto und den Computer nutzen die meisten von uns ohne wirklich zu verstehen, wie es funktioniert (ich zumindest verstehe meinen Computer längst nicht immer). Angenommen Sie wollen einen guten Werbebrief konzipieren. Dann studieren Sie diejenigen, die immer wieder gute Rücklaufquoten erzielen, statt sich lediglich auf das eigene Gefühl zu verlassen. Sie wollen bessere Mitarbeiter rekrutieren und diese halten? Dann schauen Sie sich die Vorgehensweise von Unternehmen, die auf diesem Gebiet erfolgreich sind, an. Bspw. hat der amerikanische Psychologe Martin Seligman herausgefunden, dass die Frustrationstoleranz für den Erfolg und den Verbleib im Vertrieb eine außerordentlich hohe Rolle spielt. Das brauchen Sie nicht mehr zu testen. Von wem können Sie lernen, um Zeit auf dem Weg zu Ihrem Zielen zu sparen? Diese Personen können innerhalb der eigenen Organisation oder außerhalb sein. Sie können im Bekanntenkreis sein oder außerhalb. Vielleicht lesen Sie deren Bücher oder verabreden sich mal zu einem persönlichen Treffen – die meisten Menschen fühlen sich sehr geschmeichelt, wenn sie nach den Gründen für Ihren Erfolg gefragt werden.

Prinzip 6: Vogelperspektive

Eine Dame, die seit Jahren nicht mehr gearbeitet hatte und nie als Führungskraft tätig war, übernahm das Geschäft ihres Mannes, weil dieser verstorben war. Es war ein Unternehmen mit 10 Millionen Dollar Jahresumsatz, von dem sie kaum etwas wusste. Ihr Managementstil war simpel. Sie fragte: „Was funktioniert und was funktioniert nicht?“ Sie ermutigte die Führungskräfte, mehr Zeit und Geld in die funktionierenden Bereiche zu investieren und weniger in die nicht funktionierenden Bereiche. Diese einfache Denkweise übertrug sie auf andere Bereiche wie Beförderungsentscheidungen, Marketingmaßnahmen, Projektmanagement usw. Innerhalb von 10 Jahren hat sie den Umsatz der Organisation mehr als verdoppeln können. Die Moral der (wahren) Geschichte: Stellen Sie sich in dem Bereich, den Sie verbessern möchten, ähnlich simple Fragen und Sie werden permanent gute Antworten erhalten, die erhebliches Verbesserungspotenzial mit sich bringen. Selbstverständlich sollten sich Ihre Antworten niederschlagen, in Ihrem Zeitmanagement und konkret Ihrem Wochenplan und Tagesplan.

Prinzip 7: Messen & Anpassen

An seinen Zielen festzuhalten, ist durchaus sinnvoll – aber nicht auf eine verbissene Weise in Bezug auf den Weg dorthin. Betrachten Sie zunächst, welche Ergebnisse Sie bisher erzielt haben. Es ist wichtig zu wissen, wo man aktuell steht, um darauf aufzubauen. Müssen Sie einfach weiterhin das gleiche tun, nur mehr davon? Oder müssen Sie Ihre Strategie ändern und andere Maßnahmen umsetzen? Das Beispiel von Thomas Edison wird meistens dargestellt, um seine Beharrlichkeit zu betonen. Es ist aber nicht nur ein hervorragendes Beispiel für das Festhalten an einem Ziel (Entwicklung der Glühlampe), sondern auch für die flexible Herangehensweise auf dem Weg dorthin. Er hat gesehen, dass der bisherige Weg nicht das gewünschte Ergebnis bringt und hat daraufhin seine Strategie geändert. Dies passierte mehrere hundert Male. Er wusste, dass er einfach nur immer wieder neue Dinge probieren musste. Auf die Frage, ob die vielen Misserfolge nicht frustrierend seien, meinte Edison: „Wieso Misserfolge? Ich habe mehrere hundert Wege gefunden, die nicht funktionieren. Irgendwann gehen mir die nicht funktionierenden Wege aus. Somit komme ich jedes Mal meinem Ziel näher!“ Welche Strategien liefern Ihnen nicht die gewünschten Ergebnisse und sollten somit überdacht werden?

Prinzip 8: Weiterentwicklung

Bessere Ergebnisse zu erzielen ohne sich selbst zu verbessern ist äußerst unwahrscheinlich. Diejenigen Personen, die nicht nur besonders effektiv sind, unterscheiden sich v.a. dadurch von ihren Mitmenschen, dass sie sich permanent weiterentwickeln. In der Natur gibt es keinen Stillstand. Probieren Sie mal aus, wie lange Sie still sitzen können, ohne sich zu bewegen. Es liegt auch in der Natur von uns Menschen, nicht still zu stehen (oder zu sitzen) und neue Herausforderungen anzunehmen. Damit sind alle Lebensbereiche gemeint: Beruf, Finanzen, Gesundheit, Familie etc. Suchen Sie sich z.B. eine guten Coach oder ein gutes Seminar, das Sie beruflich weiterbringt. Lesen Sie bspw. ein Buch, das Ihnen hilft Ihre Finanzen zu ordnen. Ändern Sie eine Gewohnheit in Bezug auf Ihre Gesundheit. Schaffen Sie ein paar magische Momente mit Personen, die Ihnen nahe stehen und verbessern Sie damit Ihre Beziehung zu Ihnen. Welcher Schritt ist Ihre nächste Sprosse auf der Wachstumsleiter?

Wir danken dem Trainer, Speaker und Bestseller-Autor Zach Davis, www.peoplebuilding.de für diesen Gastbeitrag.

Entwicklungstheorien reloaded? | Ringvorlesung Universität Hamburg Sommersemester 2014

Zum Stand der entwicklungstheoretischen Diskussion in Deutschland
Entwicklungstheorien

ZEIT & ORT: DIENSTAGS, 18-20 UHR (01.04.-08.07.), Hörsaal C, Edmund-Siemers-Allee 1

Anreise mit HVV | Anreise mit Bahn | Lageplan | Saalplan Hashtag: #epolrv

Das Chapter Hamburg der Society for international Development (SID) bietet 2014 wieder eine entwicklungspolitische Vorlesungsreihe an. Die Ringvorlesung http://www.sid-hamburg.de/ringvorlesung im Sommersemester widmet sich dem Stand der entwicklungstheoretischen Diskussion in Deutschland. Dabei arbeiten wir wieder mit Prof. Dr. Cord Jakobeit und der Universität Hamburg zusammen, um exzellente Inputs zu erhalten. Kooperationspartner ist das Eine Welt Netzwerk Hamburg.

Fragestellung und Ziel

In den letzten drei Jahrzehnten haben weitreichende globale Transformationsprozesse den Gegenstandsbereich der Entwicklungsforschung grundlegend verändert und Entwicklungspolitik und -theorie vor neue Herausforderungen gestellt. In der Ringvorlesung soll die Bedeutung der neueren Diskussionen und des aktuellen Forschungsstandes für Politik und Praxis beleuchtet werden.

Vor diesem Hintergrund widmet sich die Ringvorlesung der entwicklungstheoretischen Theoriediskussion und ist in drei Themenblöcke aufgeteilt:

  1. Zentrale Veränderungen des Gegenstandsbereichs angesichts der tief greifenden weltgesellschaftlichen Transformationsprozesse : Globalisierung, Differenzierung der ehemals sogenannten „Dritten Welt“ und Aufstieg der Schwellenländer.
  2. Neue Herausforderungen in der Entwicklungspolitischen Debatte durch MDGs, Ausrichtung auf Wirksamkeit und neue Geber.
  3. Hinterfragung der Entwicklungsforschung, der entwicklungspolitischen Praxis und radikale Kritik an der Entwicklungspolitik.

Zu den Themen der Ringvorlesung soll im Sommer 2014 ein PVS-Sonderheft 48 „Entwicklungstheorien“ erscheinen.
Begleitende Informationen werden auf der Internetseite www.sid-hamburg.de/ringvorlesung bereitgestellt werden.

Programm

Für eigenen Kalender herunterladen: http://www.sid-hamburg.de/calendar-date/ical/

Einsatz der Theory of Change (ToC) bei komplexen Vorhaben

Der Einsatz der Theory of Change (ToC) ist bei komplexen Vorhaben geeignet, um den Dialog zwischen verschiedenen Stakeholdern erleichtern, zur Identifikation von korrekten Lösungen und zur Klärung und Konkretisierung von Zielen und Wirkungen eines Projekts beitragen und wirkungsorientiertes Monitoring sowie Evaluation ermöglichen.

Theory of Change bezeichnet hier zwei Dinge: Erstens einen systematischen und partizipativen Projektplanungsprozess und zweitens eine spezifische Form eines Wirkungsmodells, welches das Produkt dieses Prozesses ist.

Die Grundidee des Prozesses besteht darin, ausgehend von Oberziel und Projektziel des Projekts, zu bestimmen, welche Voraussetzungen (preconditions) das Projekt schaffen muss, damit diese Wirkungsziele erreicht werden können. Ein besonderes Augenmerk wird dabei darauf gelegt, gleichzeitig festzulegen, welche externen Annahmen erfüllt sein müssen, damit diese Ziele überhaupt erreicht werden können. Im zweiten Schritt soll durch Rückwärtsinduktion (Backwards mapping and connecting outcomes) herausgefunden werden, welche Zwischenresultate (preconditions) zeitlich und logisch vorher erreicht werden müssen, damit die Projektziele darauf folgen können. Zu beachten ist, dass es sich bei diesen Voraussetzungen ebenfalls um Wirkungen (Veränderungen, Zustände, erreichte Resultate) handeln soll und nicht um Aktivitäten. Auch in dieser Phase soll ein großes Augenmerk auf die zugrunde liegenden Annahmen gerichtet sein. Das Resultat dieses Prozesses ist eine Wirkungskette (mehrere aufeinander folgende Wirkungen) respektive ein Wirkungsgefüge.

Dann werden für Voraussetzungen und Ziele Indikatoren zu deren Messung festgelegt und es wird geplant, welche Aktivitäten zur Schaffung dieser Voraussetzungen unternommen werden müssen. Das Ganze wird schließlich in einem Flussdiagramm respektive Wirkungsmodell grafisch dargestellt. Diese Darstellung ist die Theory of Change des Projekts. Im letzten Schritt soll diese Grafik zusätzlich schriftlich (narrativ) erläutert werden.

Es wird davon ausgegangen, dass es Schritte gibt, die selbstständig stattfinden werden und andere, bei denen eine Intervention des Projekts (intervention) nötig sein wird. Das Endresultat des Prozesses ist ein gezeichnetes Wirkungsgefüge, bei dem an den entsprechenden Stellen Indikatoren, Annahmen und Interventionen eingezeichnet sind.

Mehr dazu:

The Center for Theory of Change established by ActKnowledge http://www.theoryofchange.org

Neuer Armutsindex misst verschiedene Faktoren

Die Oxford Poverty and Development Initiative (OPHI) und das UN Development Programme (UNDP) haben Mitte Juli einen neuen Armutsindex vorgestellt. Der Multidimensional Poverty Index (MPI) bewertet Form und Ausmaß der Armut in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Lebensstandard. Multidimensional ist der Index, weil er auf verschiedenen Ebenen ansetzt: Haushaltslevel, regional, national und global. Somit kann der Index Armut in Bezug zu Ethnie, Alter, Geschlecht oder Geografie innerhalb einzelner Länder abbilden. Laut einer OPHI-Analyse von 104 Ländern sind ca. 1,7 Milliarden Menschen nach MPI “multidimensional arm“. Bisher galten die 1,4 Milliarden Menschen, die weniger als 1,25 US-Dollar am Tag haben, als absolut arm. Der MPI ersetzt jetzt den 1997 von der UN eingeführten Human Poverty Index (HPI), der Armut nach dem Einkommen bewertet. Quelle: AKLHÜ.
Weitere Informationen: http://ophi.org.uk/policy/multidimensional-poverty-index